Dissent

CTM festival 2018 opening concert
performed by Anna Clementi, Angela Wingerath
Ada Kowalewski, Anna Münster, Anne-Kerstin Hege, Dace Šteinerte, David Marnuse, Donya Solaimani, Drury Brennan, Evelyn Saylor, Evie Pardoe, Gizem Akman, Jan Philipp Engelke, Kathy Alberici, Khalil Riahi, Lisa Baeyens, Nori Niki, Robert Wimpory, Rosa Gerhards, Teresa Scherhag, Zuzanna Czajkowska
produced by CTM Festival Berlin
performed in Theater Hebbel am Ufer Berlin 27.01.2018
video: Małgorzata Mazur

Setting the stage for the festival’s opening concert was the multidisciplinary artist and researcher Zorka Wollny. The main focus of her new commissioned work, Dissent, is the voice – the power and possibilities it offers for expressing needs and having a say in the public debate. This short composition explores a broad range of vocal expression, from powerless whispers to screaming. Fragments of text appear against this backdrop, emerging as single syllables, interrupted words, incomplete slogans, fragments of postulates, manifestos or prayers.
The disaffection, stress, and anger over daily abuse related to class, race, and gender differences are released via sighs or screams by the vocalists, who thus attempt to put a dissidence beyond words into a solid musical piece. Led by singers Angela Wingerath and Anna Clementi, the choir consists of twenty performers.

Zischen und Stottern, Flüstern und Kreischen. Schimpfdialoge in einer Sprache, die halb polnisch, halb fantastisch klingt – so beginnt das Eröffnungskonzert des diesjährigen CTM-Festivals im fast völlig dunklen Hebbel am Ufer. Zorka Wollny verteilt ihren Chor im Zuschauersaal, der als Auftragswerk gleich zu Beginn „abenteuerliche Musik” liefert – so der Untertitel des Festivals. Eher ein Heranrobben ans Musikalische ist das, als würden die ersten Klänge der 19. Ausgabe des CTM sich aus einem akustischen Urschlamm herausarbeiten, aus etwas, das vor jeder Artikulation liegt. Über zwanzig Minuten hinweg steigern sich Lautstärke und Intensität, doch alles, was die zwanzig Sängerinnen und Sänger produzieren, schrammt mit Absicht bloß an der Grenze zum Gesang entlang, verschwindet dann bei geöffneten Türen im den Saal umlaufenden Flur – als sei draußen ein Aufstand im Gange, dessen Ziel man nicht ganz fassen kann […] stellt es doch den perfekten Einstieg in ein Festival, das zehn Tage lang die Grenzen dessen, was Musik heute sein kann, erforscht. – morgenpost.de

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